Weiter zum Inhalt
02| politische Themen » Stellungnahme des Ortsverbandes Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Burgwedel zur Massentierhaltung
24Feb

Stellungnahme des Ortsverbandes Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Burgwedel zur Massentierhaltung

Die Landesregierung von Niedersachsen plant, die Region an der A 7 nördlich von Hannover zu einem Schwerpunktgebiet für die industrielle Hähnchenmästerei zu entwickeln (“Hähnchen-Highway”). Als erster Schritt dahin wurde der Bau eines Hähnchenschlachtzentrums in Wietze beschlossen, welches mit Landesmitteln gefördert wird. Für die Auslastung der Schlachterei sind ca. 150 zusätzliche Hähnchenmastbetriebe in dieser Region, zu der auch Burgwedel gehört, nötig. In den nächsten Monaten ist daher damit zu rechnen, dass es verstärkt zu Anträgen für Hähnchenmastanlagen in userer Stadt kommen wird.

Aus diesem Anlass nehmen wir Grüne Burgwedel Stellung zur Massentierhaltung.

Wir lehnen die industrielle Massentierhaltung aus vier Hauptgründen ab.

Erstens leiden die Tiere bei hohen Temperaturen und künstlichem Licht in gedrängter Enge.

Zweitens wird der Landwirt vom eigenverantwortlichen Unternehmer, zum Lohnmäster in perspektivloser Abhängigkeit von der Agrarindustrie; den Vorgaben seiner jeweiligen Auftraggeber verpflichtet, ohne die Möglichkeit, Qualitäts- und Umweltstandards nach eigenem Wollen und Gewissen einzuhalten.

Drittens führt der hohe Einsatz von Energie, gentechnisch verändertem Importfutter und Antibiotika zu einer unnötig großen Umweltbelastung.

Viertens werden durch langfristige Investitionen in eine nicht mehr zeitgemäße, schädliche und überholte landwirtschaftliche Produktionsweise Strukturen zementiert, die einer Entwicklung zu nachhaltiger und artgerechter bäuerlicher Landwirtschaft entgegenstehen.

Wir Grüne in Burgwedel wollen eine artgerechte, umweltschonende und bäuerliche Landwirtschaft.

Auf Landesebene fordern wir daher mehr Mitspracherechte von Kommunen und Bürgerinnen und Bürgern gegen den Bau von Agrarfabriken, sowie die Umsetzung und funktionierende Überwachung schon bestehender Auflagen zu Tier- Arbeits- und Umweltschutz.

Auf Bundesebene fordern wir eine Kennzeichnungspflicht für Agrarprodukte, auch verarbeiteten, wie sie für unverarbeitete Eier bereits besteht, damit der mündige Verbraucher sich bewusst gegen Produkte aus industrieller Massentierhaltung entscheiden kann.

Auf europäischer Ebene fordern wir höhere Standards für den Tier- Arbeits- und Umweltschutz.

Verfasst am 24.02.2010 um 12:56 Uhr von mit den Stichworten .

Valides XHTML & CSS. Realisiert mit Wordpress und dem Blum-O-Matic -Theme von kre8tiv.
59 Datenbankanfragen in 0,432 Sekunden · Anmelden