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02| politische Themen » Stromautobahn durch Burgwedel
11Feb

Stromautobahn durch Burgwedel

Oldhorster Moor

Oldhorster Moor

 Von Arne Jacobs, BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Oldhorst

In bereits vier oder fünf Jahren werden Bagger und Großkräne in großer Zahl in den Ortschaften Burgwedels erscheinen, wenn die vom niederländischen Staatsunternehmen Tennet vorgestellten Pläne für den Verlauf der Suedlink-Trasse umgesetzt werden. Die Trasse wird wesentliche Rückzugsgebiete in der Natur zerstören. Die Einwohner von Fuhrberg, Kleinburgwedel, Wettmar, Thönse, Engensen und Oldhorst haben dann freien Blick auf 70 m hohe Strommasten. Ein beträchtlicher Teil des wertvollsten Naturraumes hier und der Lebensqualität in unserer Kommune ist in akuter Gefahr, vor allem, wenn man sich die bisher völlig unkoordinierten Wechselwirkungen mit der ebenfalls geplanten Y-Trasse vor Augen führt.

Unser Bürgermeister und die im Rat vertretenden Parteien brauchen den massiven Druck der Bürger im Rücken, um dieser gespenstischen Vision von Investoren, Großkonzernen und der großen Politik für unseren Lebensraum stark entgegentreten zu können. Wir haben es hier mit einem Großkonzern zu tun, der auf Gewinnmaximierung orientiert ist.

Und während dieser fliegende Holländer durch unseren Lebensraum fegt, sitzen die Leichtmatrosen unserer Landesregierung an Bord und gefallen sich in der Rolle energiepolitischer Musterschüler: Sie halten schon vorsorglich den Widerstand gegen die Trasse im eigenen Lande klein. Ihre Aufgabe sollte eigentlich die Interessenvertretung der Niedersachsen im Prozess einer föderalistischen Interessenabwegung sein. Die bayerische Landesregierung hat sich bereits in die bestmögliche Position gebracht, um einen guten Kuhhandel herauszuholen. Anders als bei uns gibt es bei ihren Landeskindern nicht diesen Reflex des kategorischen Imperativ, kein: „Irgendwo muss die Trasse ja lang führen“, sondern nur ein ganz unpreussisches: „Bei uns nicht, basta!“ Das wird aber am Ende bewirken, dass gerade denen am meisten mit unterirdischen Trassenführungen entgegengekommen wird, für deren Stromversorgung dieses ganze Monstrum überhaupt geplant worden ist. Anders als bei uns wollte man dort keine Windräder inmitten der Schönheit bayerischer Landschaften.

Auch wir müssen jetzt laut und deutlich unsere Interessen vertreten. Erst einmal abzuwarten, wäre ein fataler Fehler. Bürgerbeteiligung ist für den folgenden Verfahrensschritt ausdrücklich vorgesehen. Schreiben wir an Tennet (www.suedlink.tennet.eu), dass wir nicht einverstanden sind! Organisieren wir alle Formen des Bürgerprotestes, verfassen wir Petitionen an die Bundesnetzagentur, mischen wir uns ein!

Verfasst am 11.02.2014 um 11:29 Uhr von mit den Stichworten , , , , .

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