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17Mrz

Beiträge aus dem Rat

RuheforstRedebeitrag 17.03.15: Ruheforst / Märchenwald

Von Heinz Visel, Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Fraktion im Rat der Stadt Burgwedel

Grundsätzlich stehen wir GRÜNEN der Idee eines Ruheforstes im Märchenwald positiv gegenüber, und wir werden diese Idee unterstützen, solange nicht eindeutiger als bisher starke Argumente dagegen sprechen.

 

Für die Sitzung dieses Ausschusses am 17.2.2015 waren mit Vorlage 795 bereits zahlreiche Gesichtspunkte dargestellt worden, die insgesamt eine Ablehnung des Vorhabens suggerierten. Für die heutige Sitzung ist mit Vorlage 795-1 ein Teil der am 17.2. offen gebliebenen Fragen angesprochen; seitens der Verwaltung wird eine Ablehnung der Übernahme einer Trägerschaft empfohlen.

Diese Ablehnung ginge uns zu schnell. Nach unserem Eindruck sind in der laufenden Prüfung und Diskussion die folgenden Fragen noch nicht eindeutig geklärt:

  • Wie lässt sich dieser „Ruheforst“ in das gerade neu geschaffene Burgwedeler Friedhofskonzept einbinden, das verschiedene Bestattungsmöglichkeiten auch in der Nähe von Wald und Bäumen vorsieht? Sollte man akzeptieren, dass manche Menschen diese Bestattungsmöglichkeiten nicht als wirkliche Alternative zu einem Ruheforst empfinden? Unter welchen Voraussetzungen sollte man dem Empfinden und dem Wunsch einer gewissen, jedoch durchaus begrenzten Anzahl Burgwedeler und auswärtiger Bürger folgen?
  • Sollten wir unsere Friedhöfe über ihre Bestattungsfunktion hinaus auch stärker als Rückzugsort für Ruhe und Besinnung suchende Menschen verstehen? Dann müssten wir sie unter Nutzungs- und finanziellen Gesichtspunkten nicht mehr so rational wie bisher betreiben, sondern könnten sie als Ergänzung der verschiedenen Parks und naturnahen Flächen von Burgwedel verstehen. Ein Ruheforst wäre dann eine wirklich gute Ergänzung!
  • Wie könnte ein Konzept im Detail gestaltet werden, das für alle Beteiligten (Stadt Burgwedel, aber auch Gemeinde Isernhagen, Pestalozzi- Stiftung, Realverband, Landwirtschaftskammer, RuheForst GmbH, …) die Rechte und Pflichten, auch finanziell, regelt?
  • Wie könnten insbesondere die für die Stadt Burgwedel evtl. entstehenden Pflichten (finanziell, Wege-, Parkplatz- und Waldsicherung u.a.) in gesichertem Rahmen gehalten werden?
  • Und wie könnte dieser „Ruheforst“ für die interessierten Bürger neben der Art der Gestaltung auch finanziell akzeptabel organisiert werden? Sollte oder kann es einen Unterschied zwischen Burgwedeler und auswärtigen Bürgern geben?

Wir GRÜNEN stellen den Antrag, die Verwaltung um eine entsprechende Ergänzung der Ausarbeitung dieses Themas zu bitten und es dann noch einmal in die öffentliche Diskussion und in die Fraktionen zur Beratung zu geben.

 

Verfasst am 17.03.2015 um 23:42 Uhr von mit den Stichworten .

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